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Unser Integrationsprojekt
Gemeinsam statt einsam!
"Nicht behindert zu sein ist wahrlich kein Verdienst, sondern ein Geschenk, was jedem von uns jederzeit genommen werden kann. Lassen Sie uns die Behinderten und ihre Angehörigen auf ganz natürliche Weise in unser Leben einbeziehen. Wir wollen ihnen die Gewissheit geben, dass wir zusammengehören"
Richard von Weizsäcker
Kinder mit seelischen, geistigen oder körperlichen Behinderungen unterliegen häufig den gesellschaftlichen Vorurteilen bis hin zur vollkommenen Ablehnung. Ihre Zukunftsaussichten im privaten wie auch beruflichen Bereich sind oft sehr desillusionierend. Wir glauben, durch Zirkuspädagogik diesen Kindern einen Ausgleich für ihre belastenden Sozialisationsbedingungen anbieten zu können.
Wir haben in unserem Einzugsgebiet vier Integrationskindergärten, zwei Ganztagsschulen für geistig behinderte Kinder, zwei Werkstätten für Menschen mit Behinderung und vier Sonderschulen für lernbehinderte Kinder und Jugendliche. Im Bereich der Freizeitangebote für behinderte junge Menschen ist in unserer Region das Angebot sehr gering. Nach unserem Wissensstand gibt es außer dem Behinderten-Schwimmen und einer Elterninitiative, die gemeinsame Freizeitaktivitäten organisieren, leider nichts.
Zum jetzigen Zeitpunkt (Stand: 10/2003) gibt es in Brandenburg außer uns noch ein weiteres Kinderzirkusprojekt, das mit behinderten und nicht behinderten Kindern und Jugendlichen arbeitet. Integration wie wir sie verstehen heißt nicht noch ein Sonderprojekt zu schaffen, sondern die vorhandenen Möglichkeiten zu öffnen und auszuschöpfen. Somit erhalten die behinderten Kinder und Jugendlichen eine Möglichkeit ihre Freizeit gemeinsam mit nicht behinderten Kindern und Jugendlichen zu gestalten und umgekehrt. Des weiteren ist die Möglichkeit gegeben Freundschaften zu knüpfen und private Kontakte zu schaffen. Auch die Eltern der Kinder und Jugendlichen machen durch den Besuch ihres Kindes bei uns einige neue Erfahrungen. Zum Beispiel, wenn ihr Sohn durch das Vorführen seiner Zirkuskünste bei öffentlichen Auftritten anderen Menschen Freude bereitet und dafür Applaus erhält.
Für die Eltern ist dies oft der erste Kontakt zu ihrer Umwelt, bei dem nicht die Defizite des Kindes im Vordergrund stehen.
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